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364 Seiten • DIN A5 • Taschenbuch (Paperback)

EUR 14,90 • ISBN 978-3-940281-99-9

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Udo Hensel
Udo macht das Licht aus
Erinnerungen

Udo Hensel wird 1941 in den Wirren des Krieges in Dresden geboren. Seine ersten Erinnerungen sind die aus der Ferne betrachteten Bombardements seiner geliebten Heimatstadt. Der Junge, der nach den Wünschen der Mutter lieber ein Mädchen hätte werden sollen, beschreibt zunächst seine Kindheit, die Einschulung, den Eintritt bei den Jungpionieren und später in die FDJ. Der Tod der Mutter berührt ihn tief. Später erlernt den Beruf des Stahlschiffbauers, verpflichtet sich freiwillig für den Dienst bei den Seestreitkräften der NVA und wird dort Mitglied der SED. 1965 heiratet der Autor, zwei Kinder gehen aus der Ehe hervor. Nach seinem Ausscheiden als Stabsmatrose arbeitet er zunächst als Stahlbauer, studiert dann aber an der TU Dresden Ingenieurökonomie, Elektrotechnik und Sozialistische Betriebswirtschaft und wird danach EDV-Organisator und Abteilungsleiter im VEB TuR. Die Wende übersteht das engagierte SED-Mitglied beruflich recht gut und ist ab 1990 als Abteilungsleiter im VEB TuR. Nach der Übernahme durch die Siemens AG arbeitet er als Kaufmann im Bereich Medizinische Technik am Standort Dresden. Nach der Schließung 2001 ist Udo Hensel arbeitslos und wird im Jahre 2003 schließlich Rentner.
Humorvoll bis ironisch zeichnet der Autor seinen wechselvollen Lebensbilderbogen nach und kombiniert darin geschickt Zeitgeschichtliches und Persönliches. Von einem Genossen nach seiner Meinung zur Maueröffnung gefragt, antwortete Udo Hensel völlig unaufgeregt: “Fünfundvierzig Jahre nach der Teilung werden wir wieder ein einheitliches Deutschland haben, und es wird Menschen geben, denen geht es dann besser, und es wird welche geben, denen geht es dann schlechter.“

 

Über den Autor

Mit seinem Werk möchte der Autor besonders jene Leser erreichen, die das Leben und Wirken der Menschen in der DDR nicht aus eigenem Erleben, sondern nur durch Berichte in den westlichen Medien kennen und somit nur ein einseitiges, also unvollkommenes Bild erhielten. Besonders der Jugend, der die DDR lediglich als ein von Stasispitzeln durchdrungenes System und Unrechtsstaat erklärt wird, das letztlich durch eine friedliche Revolution zum Sturz gebracht wurde, gilt sein Ruf. Über Widerständler, darunter auch solche, die in der Realität lediglich die Faust in der Tasche ballten, spricht Udo Hensel offen. Vergessen werden oft Millionen Menschen, die ehrlichen Herzens an der Entwicklung einer Gesellschaft mitwirkten, die sich letztlich als vollkommene Utopie erwies. Warum und unter welchen Bedingungen diese Menschen diesen Weg gingen, zeigt der Autor eindrucksvoll auf.