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416 Seiten • Taschenbuch (Paperback)
EUR 26,90 • ISBN 978-3-940281-24-1

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Peter Wilms
Wir wollten überleben!
Ein Berliner Zeitzeugenbericht über die Jahre 1928 bis 1949

Der Autor erzählt, wie er während eines Gewitters im Mai 1928 im Berliner Bezirk Charlottenburg geboren wird, um dann seine Kindheit im Bezirk Wilmersdorf zu verbringen. Erzählend durchwandert er die Straßen seiner Kindheit und fängt mit sowohl humorigen als auch nachdenklich stimmenden Erlebnissen das Leben im Berlin der 30er und 40er Jahre ein. Im Mittelpunkt stehen immer wieder Menschen, die sein Leben begleiteten und prägten, vor allem der Vater, der als Schneider davon träumt, einen Modesalon zu eröffnen. Ab 1933 beginnt sich der Alltag für die Berliner zu verändern; für den Heranwachsenden sind es dennoch unbeschwerte Jahre. Auch wenn die Schule ihren Tribut fordert, gibt es noch reichlich Freizeit für allerlei Unternehmungen in der Großstadt Berlin. Viele davon sind zeitgeschichtliche Meilensteine, also kulturelle, sportliche und politische Ereignisse der 30er und 40er Jahre. Ebenso wie seine Schulfreunde geht Peter zum Jungvolk, auch wenn seine Eltern von den Nazis nichts halten und erschüttert sind über die antijüdische Stimmung. Auch Familie Wilms ist indirekt davon betroffen, denn viele jüdische Kunden des Vaters verlassen nun Deutschland. Langsam beginnt sich ein Schatten über das Leben aller Menschen zu legen, vor allem als der Bombenhagel auf Berlin einsetzt und die Berliner in Angst und Schrecken versetzt.


Zur Entstehung seines Buches schreibt der Autor: „Während der Niederschrift dieses Buches habe ich versucht, so nahe wie möglich am Erlebten zu bleiben. Mein vor allem bildliches und akustisches Erinnerungsvermögen half mir, die Personen und Ereignisse, die mich prägten, darzustellen. Ich versuche zu zeigen, wie der aufkommende Nationalsozialismus unsere Familie und – durch die Schule –besonders mich veränderte. Es war mir aber auch wichtig darzustellen, wie wir auf kulturelle und sportliche Ereignisse reagierten, wie uns dann aber im Krieg der Bombenhagel und nach dem Krieg die Kälte und der Hunger jeden Tag aufs neue ums Überleben kämpfen ließen.“

Peter Wilms Lebenserinnerungen gehören zu jenen Autobiographien, in denen die eigene Person und Vita nicht so sehr im Vordergrund steht, sondern persönliche Erlebnisse in den Gesamtkontext der Zeit gestellt werden.