Gut zu wissen

    Kleine Begriffsammlung rund ums Buch

     

    Angeschnittene Bilder

    Bilder, die so gedruckt werden, dass sie an einer oder mehreren Seiten von der Beschnittkante des Papiers oder an der inneren Seite eines  Buches, einer Broschüre, einer Zeitschrift usw. vom  Bund begrenzt werden und damit über den Satzspiegel hinausragen.

     

    Annotation

    Kurze, sachliche Charakterisierung eines Buches für bibliothekarische Zwecke.

     

    Beschnitt

    Zusätzlicher, für den  Buchbinder erforderlicher Papierrand des Druckbogens.

     

    Bund

    Die Innenränder gegenüberliegender Seiten eines Druckwerkes. Diese Ränder können breiter sein als die Außenränder, um genügend Raum für das Binden zu lassen.

     

    Durchschuss

    Zeilenabstand (in Punkt angegebener Abstand zwischen zwei Zeilen; z. B. 12 pt)

     

    EAN

    Abk. für: European Article Number. Von der CCG (Centrale für CoOrganisation) vergebene Nummer, die Basis für den  EAN-Strichcode (nach Warengruppen gegliederte, grafisch mit Strichen/Balken dargestellte 13-stellige Zahl, die elektronisch über  Scanner eingelesen werden kann) ist.

     

    Fahne

    Früher: Textspalte, die von einem Satzbelichter oder Drucker ausgegeben wurde  und in Umbruch und Montage zur kompletten Seite weiterverarbeitet wird. Heute: Ausdruck, der an den Autor gegeben wird, um den Umbruch und/oder die Gestaltung durchzusehen und anschließend für den Druck freizugeben.

     

    hartes Trennzeichen

    Fälschlicherweise der Bindestrich als verwendetes Satzzeichen, um eine Wortrennung herbeizuführen. Bei einer Verschiebung des Satzes, bleibt das Trennzeichen im Wort bestehen, auch wenn dieses in eine neue Zeile rutscht. Korrekterweise sollte hierfür ein sog. weiches Trennzeichen (PC: STRG + Bindetsrich / Mac: ALT + Bindetsrich) verwendet werden. Das weiche Trennzeichen wird nur angezeigt, wenn das Wort auch tatsächlich am Satzende getrennt wird; bei einer Verscheibung des Wortes in die nächste Zeile wird das Trennzeichen nicht mehr angezeigt.

     

    Hurenkind

    Die als erste Zeile einer Seite oder Spalte platzierte Ausgangszeile eines Absatzes (auf der nachfolgenden Seite). Sog. Hurenkinder sind zu vermeiden.

     

    ISBN

    Abk. für Internationale Standard- Buch- Nummer; von Verlagen vergebenes unverwechselbares Identifikationsmerkmal eines Buches, das Bestell- und Identifikationszwecken dient und insgesamt aus zehn Stellen besteht, die für Sprachgruppe, Verlag, Titel und Prüfziffer stehen.

     

    Lektor

    Wissenschaftlicher Mitarbeiter eines Verlages; kontrolliert Aufbau, Qualität, Inhalt und Stil einer Publikation; überprüft das Werk auf mögliche inhaltliche Fehler, das Inhaltsverzeichnis, die Copyright- vermerke und das Impressum. Darüber hinaus befasst sich der L. mit der Kalkulation eines Projektes und mit der Planung geeigneter Werbemaßnahmen.

     

    Ligatur

    Im Bleisatz entwickelte, zusammengesetzte Buchstaben auf einem Kegel (z. B. fl).

     

    Pflichtexemplar

    Exemplar, das von jedem in der Bundesrepublik Deutschland gedruckten Buch gratis und Portfrei an die Deutsche Bibliothek in Frankfurt am Main und an die Deutsche Bücherei in Leipzig geschickt werden muss. Zusätzlich ist in den einzelnen Landesverfassungen geregelt, welche Bibliotheken die zusätzliche Aufgabe der Pflichterfassung übernehmen.

     

    RTF

    Rich Text Format -- ein ursprünglich von Microsoft® entwickeltes Austauschformat für Texte. Die gängisgten Textver- und -bearbeitungsprogramme können dieses Format abspeichern, um diese Textdatei anschließend weitergeben zu können (auch plattformübergreifend).

     

    Schusterjunge

    Die als letzte  Zeile einer Seite oder Spalte plat­zierte, häufig eingezogene  Anfangszeile eines Absatzes.

     

    Umbruch

    Übergang von einem Absatz zum nächsten. Normalerweise erscheint ein Absatz direkt unterhalb des jeweils vorhergehenden oder am Anfang der nächsten Spalte oder Seite, wenn eine Spalte oder Seite  gefüllt ist (Zeilenschaltung). Beginnt ein Absatz immer am Anfang einer neuen Spalte, wird dies als Spaltenumbruch bezeichnet; beginnt er dagegen stets am Anfang einer neuen Seite, spricht man von einem Seitenumbruch.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

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